Vorstand

    Meinrad Jilg
Vorstandsteam
      David Schätzle
Vorstandsteam
       
                     
    Wolfram Reinhard
Schriftführer
      Daniel Weber
Rechner
      Michael Kern
Jugendwart

 

Verwaltungsrat

    Stefan Himmelsbach
aktives Mitglied
      Gerhard Schätzle
aktives Mitglied
      Mathias Volk
aktives Mitglied
                     
    Volker Schillinger
aktives Mitglied
      Julian Klimsch
aktives Mitglied
       
                     
    Josef Messner
passives Mitglied
      Arnold Schultheiss
passives Mitglied
      Albert Schwab
passives Mitglied

 

Weitere Posten

    Anton Rösch
Vizedirigent
      Meinrad Jilg
Vizedirigent
      Daniel Weber
Vizedirigent
                     
    Simon Himmelsbach
Fähnrich
      Andreas Singler
2. Fähnrich
      David Schätzle
2. Fähnrich
                     
    Claudia Dach
Presse
      Anton Fehrenbacher
Notenwart
      Benjamin Weber
Notenwart
                     
    Jonas Himmelsbach
Fotograf
      Stefan Schwab
Fotograf
      Hubert Himmelsbach
Vereinshelfer

 

Aktive Sänger

  Dirigent    Eintritt        
  Udo Wendle   01.01.98        
               
  1. Tenor    Eintritt   2. Tenor   Eintritt
  Erwin Heiß   1964   Otto Himmelsbach   1957
  Josef Singler   1968   Erwin Schoor   1972
  Gerhard Himmelsbach   1984   Gerhard Schätzle   1977
  Rainer Himmelsbach   1985   Ludwig Griesbaum   1978
  Michael Himmelsbach   1986   Albert Schätzle      1981
  Anton Rösch   1986   Anton Fehrenbacher   1985
  Martin Himmelsbach   1995   Urban Himmelsbach   2002
  Markus Schoor   1999   Matthias Ette   2004
  Sebastian Singler   1999   Denis Schillinger   2004
  Daniel Weber   2003   Andreas Singler   2005
  Jürgen Weber   2003   Runar Schlag   2007
  Benjamin Weber   2004   Valentin Mäntele   2011
  Julian Klimsch   2006   Markus Himmelsbach   2012
  Manuel Schwab   2009   Stefan Schwab   2013
  Jonas Himmelsbach   2012   Lucas Himmelsbach   2014
  Johannes Weber   2013   Thomas Kern      2014
  Timon Willmann   2013   Nikolas Volk   2014
  Jannik Ohnemus   2014   Sebastian Moser   2015
  Wolfram Reinhard   2016        
               
   1. Baß   Eintritt   2. Baß   Eintritt
  Otto Fehrenbacher   1956   Hermann Himmelsbach    1949
  August Himmelsbach   1956   Josef Schwörer   1970
   Anton Himmelsbach   1970   Berthold Schätzle   1972
  Konrad Rösch   1980   Meinrad Jilg   1979
  Benedikt Himmelsbach   1982   Georg Kern   1982
  Roland Himmelsbach   1986   Volker Schillinger   1987
  Thomas Schuhmacher   1988   Stefan Himmelsbach   1987
  Bernhard Schwab   1991   Mathias Volk   1988
  Josef Beck   1994   Ludwig Himmelsbach   1988
  Michael Himmelsbach   2001   Markus Himmelsbach   1999
  Nicolas Schätzle   2001   Thomas Kehl   2002
  David Schätzle   2005   Paul Himmelsbach   2015
  Simon Himmelsbach   2007        
  Michael Kern   2013        
  Timo Dach   2015        
  Simon Schwab   2015        
  Fabian Rösch   2016        
  Henrik Rösch   2016        


Geschichte

Aus der Geschichte des MGV „Schuttertbund“ Schuttertal

Die Gründung des MGV „Schutterbund“ Schuttertal erfolgte im Jahr 1888 durch eine Anzahl  stimmbegabter, sangesfreudiger junger Männer, die bei verschiedenen Anlässen durch den Vortrag von mehrstimmigen Liedern auf sich aufmerksam machten.
So berichtet es die mündliche Überlieferung, denn die ersten Protokollbücher oder andere schriftlich Unterlagen aus den Anfängen des Gesangvereins existieren leider nicht mehr.
Das einzige noch existierende Schriftstück aus dieser Zeit ist ein Schreiben des Großherzoglichen Bezirksamts Lahr vom 27. Dezember 1890 an den damaligen Ersten Vorsitzenden Josef Vögele, in welchem die Richtigkeit der damals eingesandten Statuten bestätigt wurde.
Die Gründung viel in eine Zeit, in welcher in ganz Deutschland Männerchöre gegründet wurden, die dem Vorbild von Carl Friedrich Zelter (1758 – 1832) nacheiferten, der im Jahre 1809 in Berlin eine Organisation gründete, welche er „Liedertafel“ nannte, ein Gremium, in
welchem in erster Linie dem mehrstimmigen volkstümlichen Lied gehuldigt wurde. Anders als in den damals bereits bestehenden Singakademien ging es den Mitgliedern der Liedertafeln nicht um musikalischen Ehrgeiz, sondern mehr um das kameradschaftliche gemeinsame Singen.
Die Vereinsgründung des MGV „Schutterbund“ kam bei der damaligen Bevölkerung sicher sehr gut an, denn zur damaligen Zeit gab es, im Gegensatz zu heute, noch sehr wenig musikalische Unterhaltung bei weltlichen Anlässen. Die Entwicklung des noch jungen Vereines ging gut voran, denn bereits im Jahre 1894 wurde die erste Fahnenweihe durchgeführt, sicherlich ein großes Ereignis für die damaligen Sänger.
In den darauf folgenden Jahren konnte sich der Chor auf ein beachtliches gesangliches Niveau entwickeln und beteiligte sich an verschiedenen größeren Veranstaltungen. Auch bei den damals üblichen Sängerwettstreiten konnte der MGV „Schutterbund“ zahlreiche Preise erringen.
Eine erste Zäsur im Vereinsleben stellte der Erste Weltkrieg (1914 – 1918) dar, der die Vereinstätigkeit zum Erliegen brachte und dem Chor auf den Schlachtfeldern acht aktive Sänger entriss. Auf Grund der entbehrungsreichen Nachkriegszeit dauerte es bis zum Jahre 1922, als sich auf Initiative des damaligen Vorsitzenden August Himmelsbach wieder 21 Sänger unter der musikalischen Leitung von Wilhelm Tränkle zur Wiedergründung und Weiterführung des Gesangvereins trafen. Trotz der wirtschaftlich schweren Jahre entwickelte sich der MGV „Schutterbund“ in der Folgezeit zu einem leistungsstarken Chor mit fast dreißig aktiven Sängern und über 110 passiven Mitgliedern. Da war es nicht verwunderlich, dass man im Jahre 1928 über die Pfingsttage das erste große Sängerfest aus Anlass des 40-jährigen Bestehens feiern konnte. Verbunden mit diesem
Fest waren ein Sängerwettstreit sowie die zweite Fahnenweihe. Die damals angeschaffte
Fahne wird noch heute bei verschiedenen, meist kirchlichen, Auftritten mitgeführt.
Die Anzahl der Festbesucher, die vor allem dem großen Festumzug beiwohnten, wurde auf
die damals unglaublich hohe Zahl von über 4000 Anwesenden geschätzt.
Nachdem August Himmelsbach im gleichen Jahr seine Vorstandstätigkeit beendete, folgte ihm, für ein Jahr, Anton Hansmann im Amt nach, bevor 1929 Josef Schwarzwälder den Vorsitz des Gesangvereins übernahm.
Als im Jahre 1929 Wilhelm Tränkle die Dirigententätigkeit beim MGV Schuttertal aufgab,
folgte ihm von 1929 – 1931 Hauptlehrer Schöning, der danach den Dirigentenstab an Franz
Graf übergab. Dieser brachte mit seinem Sinn für zeitgenössische Chorliteratur frischen Elan und Begeisterung in die Sängerreihen.
Nur wenige Jahre später fiel auch auf den MGV „Schutterbund“ der Schatten des Dritten Reiches, musste sich der Verein doch vermehrt in die Propaganda der damaligen Machthaber
einspannen lassen und sich immer öfter an politischen Feiern und Veranstaltungen beteiligen.
Im Jahre 1934 verstarb plötzlich und unerwartet der langjährige Vorsitzende August Himmelsbach, der den Verein immer tatkräftig unterstützt hatte.
Das 50-jährige Bestehen wurde 1938 eher bescheiden gefeiert, da die Zeiten eine größere
Veranstaltung nicht zuließen. Trotzdem wurden ein Festbankett, ein Festgottesdienst und ein
Umzug durchgeführt.
Ein Wechsel auf dem Posten des Ersten Vorsitzenden fand im gleichen Jahr statt, als Josef
Schwarzwälder sein Amt an Josef Meier übergab.
Nur zwei Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg, brachte der noch viel schrecklichere Zweite
Weltkrieg (1939 – 1945) die Vereinstätigkeit erneut zum erliegen, wurden doch alle wehr-fähigen Männer und somit auch die meisten der aktiven Sänger zum Dienst an der Waffe einberufen.
Kurz nach Ausbruch des Krieges verstarb der verdiente Ehrenvorsitzende Josef Schwarzwälder.
Auch der Zweite Weltkrieg riss auf grausame Weise große Lücken in die Reihen der Sänger, da insgesamt zwölf Sängerkameraden gefallen, in Gefangenschaft verstorben oder seither vermisst sind.
Doch trotz dieser schrecklichen Geschehnisse trafen sich im Jahr 1946 wieder einige Sänger
und Vorstandsmitglieder um den Gesangverein zu neuem Leben zu erwecken. Am 17. April
1946 fand die Neugründung unter der Leitung von August Himmelsbach (Sohn des verstor-
benen Ehrenvorsitzenden) statt, der im Februar 1947 die behördliche Genehmigung folgte.
Die Chorleitung übernahm wieder Franz Graf, unter welchem die Probenarbeiten wieder gut
anliefen und der Chor auch wieder erste öffentliche Auftritte wahrnehmen konnte.
Ein Rückschlag war jedoch dessen plötzlicher Tod im Dezember 1947.
Die dadurch entstandene Vakanz wurde bis 1949 durch die Herren Otto Göppert und Otto Beck überbrückt.
Das 60-jährige Vereinsbestehen 1948 wurde wegen der Armut und Geldentwertung in der
Nachkriegszeit nur ganz bescheiden gefeiert. Bei einem bunten Abend im Gasthaus „Eiche“
saßen die Sänger mit ihren Gästen in kameradschaftlicher Runde bei Gesang und Tanz
zusammen.
Als im Jahr 1949 der einheimische Dirigent des Kirchenchors, Franz Josef Schwab, aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, übernahm dieser auch das Dirigentenamt bei MGV
„Schutterbund“. Unter seiner Leitung konnte der Gesangverein wieder einen musikalischen
Aufstieg erleben.
Da sich die Zeiten anfangs der 50er Jahre schon wieder etwas gebessert hatten, entschloss
man sich über Pfingsten 1953, aus Anlass des 65-jährigen Bestehens, ein Stiftungsfest zu
begehen. Mit einem kleinen Umzug und einem Festbankett, bei welchem dem Musik- und
dem Gesangverein die neu erbaute Festbühne übergeben wurde, eröffnete man die Feierlich-
keiten am Pfingstsonntag. Tags darauf ging es weiter mit einer Kirchenparade und dem Fest-
gottesdienst, dem am Nachmittag ein Festzug sowie ein Freundschaftssingen folgten.
Im gleichen Jahr gab der bisherige zweite Vorsitzende Josef Meier sein Amt ab, da er in-
zwischen zum Bürgermeister der Gemeinde Schuttertal gewählt worden war.
Die alte Vereinssatzung, die in den Wirren der beiden Weltkriege verloren ging, musste durch
eine neue Satzung ersetzt werden . Diese wurde im Februar 1954 von den Mitgliedern des
Gesangvereins beschlossen und verabschiedet.
Ein großer Tag für die örtlichen Vereine war die Einweihung und Übergabe der neu erbauten
Turn- und Festhalle im September 1962. Diese Halle war eine der ersten dieser Art, die in
der näheren und weiteren Umgebung gebaut wurden. Mit diesem Neubau hatten nun auch die
kulturellen Vereine der Gemeinde einen angemessenen Veranstaltungsraum für ihre Konzerte
und Theateraufführungen.
Ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war das 75-jährige Jubiläum, welches im
Juli 1963 gefeiert werden konnte.
Zusammen mit einer Bläsergruppe des Musikvereins umrahmte der Jubelchor unter der Lei-
tung von Josef Schwab das Festbankett, bei welchem der Gesangverein die vielen Glück-
wünsche und Geschenke seitens des Sängerbundes, der Gemeinde sowie des Patenvereines
entgegennehmen konnte. Beim Festgottesdienst würdigte Pfarrer Gihr die Verdienste des
Gesangvereins, der sich in jedem Jahr an den großen kirchlichen Festen aktiv beteiligt.
Zahlreiche Vereine beteiligten sich am Festzug und am Freundschaftssingen, was eine be-
eindruckende Werbung für den Chorgesang war. Für Unterhaltung am Abend sorgten mit einer Schweizer Ländlergruppe erstmals auch ausländische Künstler. Auch für die Kinder war
etwas geboten, kamen diese doch bei einem Kinderumzug und bei der anschließenden Kinder-
belustigung auf ihre Kosten. Dank der Mithilfe der Sänger und der gesamten Bevölkerung
wurde dieses Jubiläum zu einer gelungenen Veranstaltung.
Sein 80-jähriges Bestehen feierte der Gesangverein am 13. und 14. Juli 1968 mit einem Heimatabend am Samstag sowie einem Festgottesdienst und Frühschoppenkonzert.
Ein Festkonzert rundete die Feierlichkeiten ab. Zum ersten Mal trat der MGV bei diesen
Veranstaltungen in einheitlicher Sängerkleidung auf.
Nach der Ausarbeitung einer neuen Satzung durch den damaligen Schriftführer Albert
Himmelsbach, erfolgte im Januar 1970 die Eintragung des MGV „Schutterbund“ in das
Vereinsregister beim Amtsgericht Lahr, wodurch der Gesangverein als juristische Person
auch Rechtsfähigkeit erlangte.
Im gleichen Jahr legte der langjährige verdiente Chorleiter Josef Schwab aus gesundheit-
lichen Gründen den Taktstock nieder. Josef Schwab hat sich sehr um den Gesangverein ver-
dient gemacht und neben seiner Dirigententätigkeit auch immer wieder organisatorische
Aufgaben übernommen. Für seine Verdienste wurde er 1972 zum Ehrenchormeister ernannt.
Es war schwer einen Nachfolger zu finden, bis Klaus Hartmann schließlich den MGV
„Schutterbund“ übernahm, obwohl er bereits einige andere Vereine dirigierte. Unter seiner
musikalischen Leitung gab es die unvergessenen Auftritte mit den damals in der ganzen
Region bekannten „Hartmannchören“, bei welchen jedes Mal über einhundert Sänger auf der Bühne standen.
Im November 1972 nahmen der Gesangverein und die gesamte Gemeinde Abschied vom
ehemaligen Bürgermeister und Ehrenvorsitzenden des Gesangvereins, Josef Meier, der sich
um den MGV sehr verdient gemacht hatte.
Einen Wechsel an der Vereinsspitze gab es 1975, als der erste Vorsitzende August Himmels-
bach, nach 29 Jahren an der Spitze des Vereins, sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung stellte. Als Dank für seine vorbildliche und pflichtbewusste Vorstandstätigkeit wurde er beim
Frühjahrskonzert zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Mit Anton Rösch konnte ein kompetenter, engagierter und gewissenhafter Nachfolger gewon-
nen werden, der es verstand, die Sänger zu motivieren und zu kameradschaftlicher Zusam-
menarbeit zu begeistern.
Unter seiner Leitung wurde über Pfingsten 1978 das 90-jährige Bestehen gebührend gefeiert.
Dank der Mithilfe der gesamten Dorfbevölkerung und der örtlichen Vereine wurde die vier-
tägige Veranstaltung, trotz des sehr schlechten Wetters, zu einem großen Erfolg.
Beim Festbankett am Freitag in der Festhalle präsentierte sich der Jubelverein in neuer ein-
heitlicher Sängerkleidung. Bürgermeister Himmelsbach und Bezirksvorsitzender Caroli über-
mittelten die Glückwünsche der Gemeinde und des Sängerbundes und mehrere Chöre um-
rahmten den Abend mit ihren gesanglichen Vorträgen.
Mit einem Kinderumzug sowie Kinderbelustigung wurde am Samstag Nachmittag auch an
die kleinen Festgäste gedacht, ehe am Abend ein Heimat- und Volksliederabend mit mehreren Gastvereinen auf dem Programm stand.
Am Pfingstsonntag zelebrierte Pfarrer Duffner den Festgottesdienst, welcher vom Kichen-
Chor, der Trachtenkapelle und vom Gesangverein mitgestaltet wurde.
Das anschließende Frühschoppenkonzert wurde von der Trachtenkapelle Schuttertal bestritten. Beim Festzug und Freundschaftssingen am Nachmittag hatten zahlreiche Vereine
und Gruppen ihre Teilnahme zugesagt und unzählige Zuschauer säumten trotz Dauerregens
die Umzugsstrecke. Höhepunkt des Tages war sicherlich der volkstümliche Unterhaltungs-
abend, mit bekannten Künstlern aus der Volksmusikszene wie Marianne und Michael oder
Hansl Krönauer, der dem Gesangverein ein volles Festzelt bescherte. Ein Fühschoppen-konzert, ein Unterhaltungskonzert am Nachmittag sowie eine Tanzveranstaltung am Abend rundeten das Jubiläumsfest am Pfingstmontag ab.
Leider konnte sich der MGV nicht lange über dieses gelungene Fest freuen, mussten die Sänger doch nur wenige Wochen später ihrem Ehrenchormeister Josef Schwab das letzte Geleit geben.
Auf Initiative des Vorsitzenden Anton Rösch fand im Jahr 1981 zum ersten Mal das über lange Jahre beliebte „Hubertuskonzert“ statt, welches auch immer gern von zahlreichen Gast-
chören besucht wurde.
Nach über zwölfjähriger Chorleitertätigkeit gab 1983 Klaus Hartmann seinen Posten beim
MGV „Schutterbund“ auf. Mit Kurt Erkes konnte ein Mann für dieses Amt gewonnen werden, der mit der Musik aufgewachsen war. Nach seiner Ausbildung bei den „Regens-
burger Domspatzen“ leitete er viele Chöre, darunter auch bekannte Kinderchöre, und war beruflich als Musiklehrer tätig. Unvergessen sind die Rundfunkaufnahmen unter seiner Leitung im Jahr 1987 für die Sendung „Heimatmusikanten“ im Südwestfunk.
Mit einem kompetenten Dirigenten, einer jungen Vorstandschaft und über fünfzig aktiven
Sängern steuerte der Gesangverein sodann selbstbewusst und mit viel Elan seinem hundert-
jährigen Bestehen entgegen.
Der absolute Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war sicherlich das 100-jährige Vereins-
jubiläum, das vom 20. bis 23. Mai 1988 über Pfingsten mit einem denkwürdigen Jubelfest
gefeiert wurde. Schon Wochen und Monate im Voraus wurde mit den Vorbereitungen für
diese große Veranstaltung begonnen. Viele Gemeindemitglieder, Freunde und sonstige
Gönner, aber auch die örtlichen Vereine, hatten sich bereit erklärt, den Gesangverein bei
der Planung und Durchführung der aufwändigen Jubiläumsfeierlichkeiten zu unterstützen.
Bereits am 7. Mai fand in der Festhalle ein Festkonzert statt, welches der Jubelchor zu-
sammen mit einigen Solisten in beeindruckender Weise bestritt. Dabei wurde fast die gesamte
Bandbreite des klassischen und modernen Chorgesang abgedeckt. Mit Werken von Franz Schubert, Johannes Brahms, Friedrich Silcher, Giuseppe Verdi oder L. v. Beethoven wurde
den zahlreichen Konzertbesuchern, darunter viele offizielle Vertreter der Gemeinde und des
Sängerbundes, ein wahrer Ohrenschmaus geboten.
Besondere Highlights waren dabei sicher die Auszüge aus dem Musical „My fair Lady“ sowie
der Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ und der Chor „Freude, schöner Götterfunken“.
Die eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeiten begannen dann am Freitag vor Pfingsten mit einem
klassischen Festbankett, bei welchem die Vertreter vieler Institutionen und Vereine dem
MGV „Schutterbund“ ihre Glückwünsche überbrachten. Musikalisch gestaltet wurde der Abend von der Trachtenkapelle , dem Kirchenchor, dem Patenverein aus Seelbach, den
Sangesfreunden aus Ehra-Lessien und dem Jubiläumsverein. Zahlreiche verdiente Sänger
wurden während dieser Veranstaltung zu Ehrenmitgliedern des Gesangvereins ernannt und
Regierungsdirektor Sauer zeichnete den MGV „Schutterbund“ mit der vom Bundespräsi-
denten verliehenen „Zelterplakette“ aus.
Parallel zu diesem Festbankett fand im Festzelt ein Tanz- und Unterhaltungsabend für die
jüngere Generation mit der Kapelle „Starlight“ statt.
Spiel, Spaß und Unterhaltung gab es am Samstag Nachmittag im Festzelt für die Kinder mit
einem Programm, von Claudia und Benedikt Himmelsbach gestaltet und moderiert, das
von den Kindern begeistert aufgenommen wurde.
Ein Heimat- und Volksliederabend stand am Abend auf dem Programm, das von verschied-
enen Gastchören und der Volkstanzgruppe Welschensteinach sehr unterhaltsam gestaltet wurde. Zum Abschluss spielte dann das „Waldau-Quintett“ zum Tanz auf.
Der Pfingstsonntag begann mit einer Kirchenparade und dem Festgottesdienst im bis auf den
letzten Platz besetzten Festzelt. Pfarrer Dufner dankte dabei dem Gesangverein für die stete
Bereitschaft einen Gottesdienst mit zu gestalten.
Anschließend unterhielt die Trachtenkapelle Schuttertal das Publikum mit einem anspruchs-
vollen Frühschoppenkonzert, ehe sich am Nachmittag ein großer Festzug durch die Straßen
der Gemeinde und unter dem großen Festbogen hindurch bewegte, an welchem sich über dreißig Gruppen und Vereine beteiligten. Eine besondere Augenweide war dabei der prunkvolle Festwagen mit der Festkönigin und den Festdamen. Beim nachfolgenden Freundschaftssingen überbrachten zahlreiche Gesangvereine dem MGV „Schutterbund“ musikalische Glückwünsche.
Ein musikalischer Leckerbissen folgte am Sonntag Abend mit dem Auftritt des „Original
Oberkrainer Sextetts“ aus Slowenien. Mit einem Potpourri von bekannten Melodien und
Volksliedern, Walzern und Polkas verstanden es die slowenischen Musiker die Zuschauer im
wiederum vollbesetzten Zelt zu begeistern.
Der letzte Festtag begann mit einem Gottesdienst, umrahmt von MGV Ehra-Lessien, in der
Pfarrkirche. Anschließend spielte die Trachtenkapelle Dörlinbach zum Frühschoppenkonzert
auf. Am Nachmittag übernahm der Musikverein Wittelbach das musikalische Geschehen im
Festzelt, bevor später mit einem Bockbierabend bei Tanz und Unterhaltung diese ereignis-
reichen Tage ausklangen.
Noch in der gleichen Nacht begannen die Sänger das Zelt wieder abzubauen und den Fest-
platz aufzuräumen. Obwohl mancher noch tiefe Ringe unter den Augen hatte und manchem
die Augenlider schwer waren, halfen alle nach besten Kräften mit, so dass die Arbeit bis zum
Nachmittag erledigt war, nicht jedoch ohne vorher nochmals eine Dorfrunde auf dem Fest-
wagen gedreht zu haben.

 

Probelokal

Wir proben im 
Alten Rathaus
77978 Schuttertal

Interessierte sind herzlich willkommen!

     

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